Google schützt vor Telefonbetrug: Neue Android-Funktion

Google schützt vor Telefonbetrug: Neue Android-Funktion

Das Handy klingelt. Auf dem Display: die Nummer deiner Bank. Doch es sind Betrüger. Bisher war das kaum zu erkennen. Bald erledigt das dein Handy für dich und legt sofort auf, wenn Gangster am Draht sind.

Google hat diese Woche während der «Android Show» eine neue Sicherheitsfunktion namens «verifizierte Anrufe» vorgestellt. Sie soll Spoofing erkennen: Betrüger fälschen Telefonnummern, um Vertrauen zu erschleichen. So überlisten sie reihenweise ihre Opfer. Laut Europol ist Spoofing ein zentrales Werkzeug für Finanzbetrug, der jährlich schätzungsweise rund 777 Millionen Franken Schaden verursacht. Kommt ein Anruf angeblich von deiner Bank, fragt Android im Hintergrund bei der Bank-App nach. Dafür muss diese auf dem Smartphone installiert sein. Passt das nicht zusammen, legt das Handy automatisch auf. Revolut gehört zu den ersten Banken, die mitmachen. Weitere sollen im Laufe des Jahres folgen. Die Funktion läuft auf Android 11 und neuer.

Mach mal eine Pause

Die ungewöhnlichste Neuheit heisst «Pause Point». Wer Instagram, Tiktok oder Youtube als ablenkend markiert, muss künftig zehn Sekunden warten. In dieser Zeit kann man etwa eine Atemübung machen, so die Idee von Google. Danach muss man aktiv entscheiden, ob man die gewählte App tatsächlich öffnen will. Wer das Feature deaktivieren will, muss das Handy neu starten.

«Wir alle öffnen manchmal eine App auf Autopilot, und plötzlich ist eine Stunde vergangen», sagt Dieter Bohn, Director of Product Operations bei Google. Mit «Pause Point» reagiert Google wohl auch auf wachsenden Regulierungsdruck. Viele Länder fordern von Tech-Konzernen mehr Schutz vor süchtig machenden Algorithmen.

Was diese Entwicklung für eure Geräte bedeutet

Solche Entwicklungen in der Tech-Branche verfolgen wir aufmerksam, denn sie beeinflussen direkt, welche Geräte und Probleme bei uns auf dem Tisch landen. Wir passen uns kontinuierlich an - ob neue Geräte, neue Bauweisen oder neue Reparaturmethoden.


Quelle: Blick

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